Schüttel Dein… für mich!
Der Forschungsdrang der Amerikaner macht mir immer wieder Freude: Kerri Johnson (Univerisity of New York) und Louis Tassinary (A&M University Texas) ließen ihre Probanden die Attraktivität von computeranimierten Trickfiguren beurteilen, um Schönheitsideale an Formeln wie zum Beispiel dem Taille-Hüfte-Verhältnis zu erforschen.
Die Figuren wurden dafür jedoch nicht nur in ihren Maßen anders gestaltet sondern auch in ihren Bewegungen unterschiedlich animiert.
Dabei kam heraus, dass die Figuren, deren Bewegungen am besten mit dem mutmaßlichen biologischen Geschlecht harmonierten und dieses betonten, am attraktivsten bewertet wurden.
Soll heissen: Wenn Frauen sich “weiblich” - also mit Hüftschwung - bewegen, wirken sie attraktiver, als wenn sie beim gehen mit den Armen schlenkern - ganz egal ob sie Modelmaße haben, oder nicht. Ist das jetzt tröstlich oder was?
Ich habe das in den letzten Tagen mal ausprobiert…
Nein, jetzt mal ganz im Ernst:
Selbstverständlich möchten wir doch alle hauptsächlich wegen unserer inneren Werte geliebt werden. Das Problem dabei ist, dass man die nicht auf den ersten Blick sieht.
Aus einem Flirt muss nicht mehr entstehen - könnte aber… und ein guter Flirt verläuft meist genau so, wie ich mal im Marketingstudium gelernt habe: Nach dem guten alten “AIDA-Prinzip“, das Elmo Lewis bereits 1898 “erfand” um zu erklären, wie Werbung wirkt:
1. Attention − Die Aufmerksamkeit des Kunden wird angeregt.
2. Interest − Er interessiert sich für das Produkt.
3. Desire − Der Wunsch nach dem Produkt wird geweckt.
4. Action − Der Kunde kauft das Produkt möglicherweise.
Auch bei einem Flirt ist das erste was wir brauchen, um überhaupt flirten zu können, die Aufmerksamkeit, damit wir überhaupt Interesse wecken und zeigen können.
Ganz egal, ob ich schmuddelige Jeans und Turnschuhe oder Pumps und Röckchen trage - ich bin immer ich. Ich habe immer dieselben Werte, Vorzüge, Gedanken. Doch generiere ich positive Aufmerksamkeit durch mein Äußeres, kann ich Interesse für all das wecken. Ich finde es immer wieder interessant, den Weg von der U-Bahn zu meinem Büro zu gehen: An den Tagen, an denen ich hohe Schuhe, offenes Haar und roten Lippenstift trage, werde ich deutlich mehr bemerkt und gegrüßt als an den Tagen, wo ich in Jeans und ungeschminkt ins Büro gehe um nur zu schreiben.
Im Marketing lernt man, dass ein Kunde erwartet, ein hochwertiges Produkt bereits an seiner Verpackung zu erkennen. Deshalb verpackt man heute leider so viele minderwertige Produkte einfach in schöne Flakons, Kartons und Tiegel und verkauft sie dann für teuer Geld - vor allem die Kosmetikindustrie hat das echt drauf!
Auch bei Menschen schließen wir vom Äußeren auf das Innere - idealerweise sollte ein “gutes Produkt” ja auch ansprechend “verpackt” sein und “präsentiert” werden.
Das Äußere sollte doch auch der beste Spiegel des Inneren sein… also Ladies: Zeigt her, was Ihr habt - und wenn Euch die Aufmerksamkeit gewiss ist, lasst den Mann beweisen, dass er Eurer würdig ist und auch mit dem Verpackungsinhalt etwas anfangen kann
…und der Hüftschwung gelingt mit höheren Absätzen tatsächlich einfach besser!
Eigentlich mag ich Shakira nicht… aber es passt so schön