Web nach Rom - gezielte Partnersuche

Anzeigen, Onlinedating, Partnerbörsen… Bringt das eigentlich was? Mir kommt es vor als wäre es inzwischen so was wie eine unausgesprochene Regel: Wer sich einen Partner wünscht und nicht mindestens auf einer Online-Partnersuch-Plattform registriert ist, ist heutzutage wie jemand, der ein Geschäft eröffnet und keine Internetseite oder wenigstens Emailadresse besitzt.

Drei Wochen nachdem der Partner sich getrennt hat, sucht man bei Finya, Friendscout, Datingcafe oder Meetic (oder jeder anderen) nach dem (jetzt endlich) Traummann oder der Traumfrau oder zumindest einem „Trostfick“ für den Übergang. Wenn das nicht zum gewünschten Ergebnis führt, kann man ja auch mit Hilfe fundierter psychologischer Tests, den wirklich geeigneten Partner bei Parship oder Elitepartner finden.

Fakt ist jedoch: Meist sind die Menschen, die uns einen Kick geben, die die wir im alltäglichen Leben treffen. Im Cafe, am Arbeitsplatz, in einer Bar, auf einem Konzert, in einem Supermarkt, bei einer Bahnfahrt… genau deshalb gebe ich ja auch diese “ominösen” Flirttrainings ;-)

Nichts desto trotz: Die „professionelle“ Suche ist ein Weg nach Rom, den man beschreiten kann. Dann aber bitte richtig!

Hier ein paar Tipps!

Beim Onlinedating fasst Du Dein Leben in wenigen Informationen für andere zusammen: Wer Du bist, was Du zu bieten hast und was Du erwartest. Zu Formulierung und „Verarbeitung“ dieser Informationen gibt es keine festen Spielregeln - es sollte jedoch immer Deiner Art und Deinem Wesen entsprechen.

Bedenke: Bei einer Kontaktanzeige oder einem Profil im Internet wirst Du zu einer Art Werbeagentur für Dich selbst! Es gibt Nachfrage - aber es gibt auch Angebot… und die Konkurrenz ist groß! Du musst es schaffen, dass Deine Zielgruppe sich für Dich interessiert und bemerkt, dass Du „das richtige Produkt“ sein könntest, um ihre Bedürfnisse zu befriedigen.

Achte außerdem auf folgendes:

  • Die Berufsangabe beeinflusst die Wahrnehmung: Fast jeder Beruf hat ein Klischee – dieses Klischee „erbst“ Du automatisch, wenn Du ihn nennst.
  • Bleib authentisch: Mach Dich nicht schöner, klüger, erfolgreicher oder intellektueller als Du bist – aber auch nicht kleiner oder langweiliger.
  • Gewichte „Äußerlichkeiten“ bei Deinen Wünschen richtig: Wenn die einzigen Kriterien einer Wunschpartnerin „schlank“ und „hübsch“ sind, wird keine schlanke, hübsche Frau nicht auf den Gedanken kommen „He, der meint bestimmt mich!“
  • Bleib realistisch: Beschreib Dich nicht als sportlich, nur weil Du manchmal die Treppe statt des Aufzugs benutzt, nicht als kulturell interessiert, wenn Du ein mal pro Jahr ins Theater gehst
  • Wecke Aufmerksamkeit: Wähle z.B. Sprachbilder oder Metaphern, Songtitel, Buchtitel, Zitate mit denen ein Mensch, der auf Deiner Wellenlänge ist etwas anfangen könnte - oder präsentiere Gegensätze oder Vergleiche, damit man sich Deine Welt besser vorstellen kann.
  • Werden konkret bei dem, was Dir wichtig ist
  • Nutz keine Floskeln wie z.B.: vielseitig interessiert, für alles was zu zweit mehr Spaß macht, für alles zu haben, alles kann - nichts muss etc.
  • Und denk dran:

    Es geht nicht darum, möglichst viele Menschen anzusprechen. Es genügt eine/r, wenn es der/die Richtige ist!


    Ach ja und nochwas…

    Bei Onlinedating sollte das Profilbild ebenfalls mit Bedacht gewählt werden. Ich schwöre und gebe mein Ehrenwort - das hier habe ich selbst und höchstpersönlich beim Stöbern auf einer Datingplattform gefunden und aufgehoben… Falls jemand den Herrn kennt: Er möge mir verzeihen aber ich habe mich nass gemacht vor Lachen - nachdem ich mich vom ersten Schreck erholt hatte…

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    Man beachte den Nickname: “Kiss a dream” - für mich sah das eher nach “Get stuck with a Nightmare” aus…

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